Montag, November 03, 2008

Ein Anwalt muss jetzt Tüten kleben!

Es gibt manche Wendungen des Schicksals, die der beste Prophet nicht voraussehen kann.
Die Eltern haben alles getan, was in ihrer Macht stand, um dem Jungen die besten Voraussetzungen für sein Leben zu schaffen. Sie taten alles erdenklich Mögliche, um zu vermeiden, dass er auf die schiefe Bahn gerät und Tüten kleben muss.
Sie haben eine wunderbare Wohnsiedlung gewählt, haben Schweiß und Mühe in die Erziehung gesteckt und ihn zu ausgewählten Schulen geschickt. Haben danach das Geld ausgegeben, um ihm das Studium zu finanzieren. Der erste Rückschlag war dann, dass der Junge Anwalt wurde und der zweite kam gestern, am heiligen Sonntag! Der Junge musste nun doch eine Tüte kleben.
Es ist so, meine Tochter hat eine Tüte. Die ist aus Pappe, ganz bunt und lässt sich gut mit allem befüllen, von dem ein Kind meint, es könnte hineinpassen. Gestern war der kleine Mensch dann etwas ungestüm, dabei riss die Tüte und das Geschrei war groß. Die Substitution durch andere tragbare Aufbewahrungseinrichtungen schlug fehl. Also war ich gezwungen, das erste Mal in meinem Leben eine Tüte zu kleben.
Dank an meine Eltern, dass ich sonst was anderes machen darf.

3 Comments:

At 11:28 vorm., Blogger Kerstin Rueber said...

Die Kollegin Rueber musste hier im Schwurgerichtssaal beim Lesen Deines Posts in Koblenz so laut lachen, dass sie für einen Moment alle Aufmerksamkeit auf sich lenkte.

 
At 11:32 vorm., Blogger Handschellen said...

Schön, dass man auf meinen Humor anspringt ;-)

Viel Spaß noch in Koblenz.

Werde, um die Würde des Gerichts nicht weiter zu beeinträchtigen, heute besser nicht mehr posten...

 
At 5:19 nachm., Blogger Tobias Feltus said...

Na dann paß mal auf, Frauen werden mit den Jahren immer anspruchsvoller.... Irgendwann sehnst Du Dich danach doch lieber nur Tüten kleben zu müssen.


Gruß aus Göttingen

 

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