Mittwoch, September 12, 2007

Wochenende oder Wochenanfang

Ein interessanter Bericht auf newsclick.de:

Montagmorgen: Jeder zehnte fuhr unter Drogen
Polizeisprecher: "Das Ergebnis ist erschreckend" – Augenmerk auf der Pelikanstraße
Von Ingar Benke
PEINE. 4 von 40 kontrollierten Autofahrern hatten illegale Betäubungsmittel konsumiert: Das ist die Bilanz einer Drogenkontrolle, die die Polizei gestern im Stadtgebiet Peine vornahm. "Das Ergebnis ist erschreckend", findet Polizeisprecher Stefan Rinke.
Die vier jungen Autofahrer wurden noch vor Ort anhand von Schweißproben überführt. Ein Schnelltest kann bereits nach drei bis fünf Minuten nachweisen, welche Drogen konsumiert wurden. Er zeigt schon kleinste Mengen, auch wenn die Einnahme längere Zeit zurückliegt.
Da das Ergebnis positiv ausfiel, beziehungsweise andere Kriterien wie die Pupillengröße oder das Fahrverhalten auf Drogenkonsum schließen ließen, ordnete die Polizei bei allen Vieren einen Bluttest an.
Die bittere Bilanz: Eine 21-jährige Autofahrerin aus Edemissen wurde positiv auf Amphetamine getestet. In ihrem Fahrzeug wurde außerdem die Droge Speed gefunden und von den Beamten sichergestellt. Bei einem 24-jährigen Wendeburger schlug der Test auf Cannabis und Kokain an. In seinem Fahrzeug wurden die Reste eines Joints gefunden. Ein 19-Jähriger aus Lengede fiel auf, weil er Symptome für Drogenkonsum zeigte. Die Befragung des Heranwachsenden ergab, dass er Medikamente genommen hatte, mit denen die Teilnahme am Straßenverkehr als Fahrzeugführer untersagt ist. Der Letzte im Bund: Ein 21-jähriger Alvesser der unter Drogeneinfluss fuhr.
Die vier jungen Autofahrer müssen nun mit Bußgeldern, Fahrverboten sowie mit Punkten in Flensburg rechnen oder sogar mit dem Verlust ihres Führerscheins. Unabhängig davon werden sie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz belangt.
15 Beamte waren an der Kontrolle beteiligt, die im Rahmen der Aktion "Don’t drug and drive" stattfand – eine Initiative der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Wir haben am frühen Morgen mit den Kontrollen begonnen und waren bis 14 Uhr im Einsatz", so Stefan Rinke.
"Wir führen solche Drogenkontrollen regelmäßig durch. Dieses Mal war eine Schulung der Beamten vorgeschaltet", erläutert Stefan Rinke. Die Hauptzielgruppe seien Fahranfänger gewesen.
Zwar fanden die Kontrollen im gesamten Stadtgebiet statt, besonderes Augenmerk legten die Beamten aber auf die Pelikanstraße, in der sich die Berufsbildenden Schulen des Landkreises befinden. Hier waren die Beamten schon am frühen Morgen im Einsatz.

Quelle: newsclick.de

Es wäre eine ergänzende Erhebung des Grundes des Drogenkonsums interessant gewesen. Im Hinblick auf die überwiegend kontrollierten Berufsschüler stellt man sich die Frage, ob die Drogen am Wochenende konsumiert wurden oder bewusst vor dem Besuch der Schule, letzteres ließe weitere Schlüsse zu...

2 Comments:

At 3:16 nachm., Blogger Lilith said...

... wäre eine Konsequenz des Drogenkonsums vor Schulbeginn dann für eine Erweiterung der Pisa-Studie erheblich?
Dann müsste man noch den Notendurchscnitt in Betracht ziehen und gegebenenfalls an Grundschulen weiterführende Maßnahmen ergreifen!
DAS wäre wirklich mal eien sinnvolle Studie!

L.

 
At 3:17 nachm., Blogger Lilith said...

... ich erweitere um ein h - wobei es interessant wäre zu wissen, warum es mir entrutscht ist - zuviel oder zuwenig Drogen?

...

 

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