Dienstag, Juli 13, 2010

Ich verstehe dieses Gerichtsdeutsch nicht!

Ich auch nicht. Was will uns der Verfasser dieses Beschlusses damit sagen? Leidet er unter Gehirnverspannungen, die sich durch Artikulationsverrenkungen äußern?

Schwer haben wir es, wir armen Anwälte.

Es ist die Originalformulierung eines Mandanten in einer Email. Das ist grundsätzlich nichts Neues für uns. Wir kennen das. Man versteht einfach nicht, was die schreiben. Aber den Beschluss, der da zugestellt wurde, den konnte man tatsächlich schwerlich verstehen. Warum kann man nicht für den "Verbraucher" einfacher formulieren? Wir müssen unseren Mandanten doch auch verständlich erklären, was wir meinen. Aber wie immer ist das Leben ungerecht. Die Gerichte und Ämter schreiben, was sie wollen und wir müssen das dann später den Mandanten erklären. Und das, obwohl wir manchmal selbst gar nicht wissen, was das Gegenüber uns damit sagen will.

7 Comments:

At 10:31 AM, Anonymous Jens said...

Na ja, eigentlich kann man schon voraussetzen, dass wenigstens die Anwälte das "Juristendeutsch" verstehen ...

 
At 10:34 AM, Blogger Handschellen said...

Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht, das Problem ist nur, dass mancher es nicht richtig verwendet und danach nur noch Raten möglich ist oder um Klarstellung gebeten werden muss, leider! Ich wünschte mir auch anderes...

 
At 4:57 PM, Anonymous Foramen ovalE said...

ein jurist, der sich über amts- und paragraphendeutsch beschwert, ist in etwa so glaubwürdig, wie ein polizist, der kriminalität anprangert: denn ohne wären beide arbeitslos.

 
At 7:25 PM, Blogger Mausflaus said...

ein blogger der sich über einen blogpost beschwert ist ebensowenig glaubwürdig; denn ohne wäre er freizeitbeschäftigungslos

Polizisten sind übrigens nicht nur für die Kriminalitätsbekämpfung zuständig.

 
At 1:17 AM, Anonymous gonsior said...

Das ist richtig. Polizisten sind hauptsächlich für Falschaussagen zuständig, mit denen sie ihre Kollegen decken.

Zudem müssen sie eine hohe kriminelle Energie einsetzen, um Sachverhalte zweckdienlich aufzubauschen und die Verfolgten in ein fragwürdiges Licht zu rücken.

Und zwar Tag für Tag.

 
At 11:38 AM, Anonymous Helmut Karsten said...

Als ich noch Bar-Manager in Atlantas Justizbar "Barristors" war, hatte ich an meiner Bar so manch heisse Diskussion. Ich erinnere mich fast an jedes Wort.
Divert-and-confuse-tactic ist eine schlimme Schmach. Wenn dies durch einen Rückzug in sachlich halbkausales Juristenfach-bla-bla geschieht, dann wird der Richter stocksauer. Denn es ist der Vorsitzende, der die "Brücke des Verstehens" zwischen den Parteien und der entscheidenden Jury darstellt. Der Vorsitzende findet sich dann vielen, vielen Fragen der Jury, bei der abschließenden Jury-Instruction ausgesetzt. Das will er nicht. Er darf und will ja nicht in die Entscheidung eingreifen, sondern er (Richter) ist sich seiner Rolle bewusst. Er soll/muss auf das VERFAHREN aufpassen. Sonst nix!
In den meisten Fällen, ist es so: Die Flucht in Juristen-bla-bla, das keiner Versteht, ist eben nur die Divert-and-confuse-tactic, um eine nicht tragfähige Sach/Beweislage zu vernebeln. Ich habe hier so einen BULLSHIT, in Form der Revisionsgegenerklärung, verschmiert auf mehreren Seiten, vorliegen. Man möchte Fragen: Welchen Teil von ZUHALTEN und RÜCHWÄRTS GELAUFEN verstehen Sie nicht? Das waren die Argumente, um meine Notwehrsituation zu begründen. Keine Vorstrafen, keine Kausalverbindung zum Alkohol.....
Seit fünf Jahren versuche ich nun Sinn in dem bla-bla zu finden. Er ist nicht da! In was für einem Gulag bin ich gelandet? Warum ist mein Flieger nicht in's Meer gecrashed? Hmmm, auf DELTA (oder Al Kaida) ist auch schon kein verlaß mehr.....

 
At 11:38 AM, Anonymous Helmut Karsten said...

Als ich noch Bar-Manager in Atlantas Justizbar "Barristors" war, hatte ich an meiner Bar so manch heisse Diskussion. Ich erinnere mich fast an jedes Wort.
Divert-and-confuse-tactic ist eine schlimme Schmach. Wenn dies durch einen Rückzug in sachlich halbkausales Juristenfach-bla-bla geschieht, dann wird der Richter stocksauer. Denn es ist der Vorsitzende, der die "Brücke des Verstehens" zwischen den Parteien und der entscheidenden Jury darstellt. Der Vorsitzende findet sich dann vielen, vielen Fragen der Jury, bei der abschließenden Jury-Instruction ausgesetzt. Das will er nicht. Er darf und will ja nicht in die Entscheidung eingreifen, sondern er (Richter) ist sich seiner Rolle bewusst. Er soll/muss auf das VERFAHREN aufpassen. Sonst nix!
In den meisten Fällen, ist es so: Die Flucht in Juristen-bla-bla, das keiner Versteht, ist eben nur die Divert-and-confuse-tactic, um eine nicht tragfähige Sach/Beweislage zu vernebeln. Ich habe hier so einen BULLSHIT, in Form der Revisionsgegenerklärung, verschmiert auf mehreren Seiten, vorliegen. Man möchte Fragen: Welchen Teil von ZUHALTEN und RÜCHWÄRTS GELAUFEN verstehen Sie nicht? Das waren die Argumente, um meine Notwehrsituation zu begründen. Keine Vorstrafen, keine Kausalverbindung zum Alkohol.....
Seit fünf Jahren versuche ich nun Sinn in dem bla-bla zu finden. Er ist nicht da! In was für einem Gulag bin ich gelandet? Warum ist mein Flieger nicht in's Meer gecrashed? Hmmm, auf DELTA (oder Al Kaida) ist auch schon kein verlaß mehr.....

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home